Bessere Fotos mit dem Handy
Kennt ihr alle Funktionen eurer Smartphone-Kamera? Sechs einfache und doch brillante Tipps der norwegischen Bloggerin Anne Marthe Widvey helfen euch, direkt bessere Fotos zu machen.
„Wie mache ich gute Fotos mit meinem Handy?“, fragt ihr euch vielleicht. Kurz gesagt: Denkt daran, das Objektiv zu reinigen, Führungslinien zu verwenden, die Belichtung anzupassen und die verschiedenen Modi (Weitwinkel, Hochformat, Panorama) zu nutzen. Dann werden eure Fotos besser und spannender, sowohl mit dem iPhone als auch mit Android. In diesem Artikel möchte ich euch verschiedene Tipps und Kamerafunktionen erklären:
Mein erster Tipp ist eigentlich gar kein Feature, sondern etwas ganz Einfaches: Dreht das Handy beim Fotografieren im Hochformat um 180°, sodass die Kamera unten ist. Das verleiht euren Fotos ein völlig anderes Aussehen, weil sich die Perspektive ändert. Vor allem bei Fotos aus der Froschperspektive lohnt es sich, die Kamera so dem Boden noch näher zu bringen.
Dieser Tipp eignet sich besonders gut, wenn ihr interessante Oberflächen wie Kopfsteinpflaster, Gras, Sandstrände oder Bahngleise fotografieren möchtet.
Beim Fotografieren im Weitwinkel-Modus bestimmt nicht nur eure Position im Verhältnis zum Motiv den Bildausschnitt. Auch die Brennweite des Objektivs hat einen Einfluss. Glücklicherweise sind viele moderne Smartphones mit mehreren Brennweiten ausgestattet. Man aktiviert diesen Modus meist, indem man die Kamera öffnet und die 0,5 oder das Weitwinkel-Symbol antippt. Weitwinkel-Fotos fangen nicht nur mehr von der Szene ein, sondern haben oft auch mehr Dramatik.
Drei schnelle Schritte, bevor ihr fotografiert:
- Wischt das Objektiv vor dem Fotografieren ab.
- Aktiviert das Raster in euren Kameraeinstellungen. Das erleichtert die Komposition des Fotos.
- Fotografiert nach dem Motto „Lieber zu viel, als zu wenig“. Eine große Auswahl erlaubt euch im Anschluss, eure Favoriten auszusuchen. Nur vergesst nicht, zwischendurch den Speicher aufzuräumen.
Bei den meisten Smartphones lässt sich die Belichtung flexibel einstellen, um das Bild dunkler oder heller zu machen. Durch eine kleine Anpassung kann euer Foto optisch gleich viel interessanter werden. Häufig lässt sich die Belichtung über das kleine Sonnensymbol verändern: Es erscheint, wenn ihr auf den Bildschirm tippt, um zu fokussieren. Zieht das Symbol einfach hin und her, um die Belichtung nach euren Wünschen anzupassen. Bei manchen Geräten findet man diese Funktion auch unter einem +/- Symbol.
Falls ihr mit der Live-Funktion beim iPhone oder dem Serienmodus von Android noch nicht vertraut sind: Damit könnt ihr wirklich kreative Fotos machen. Aktiviert den Modus, fotografiert ein Motiv mit sich bewegenden Elementen und öffnet anschließend das Live/Serienbild-Menü. Hier wählt ihr „Hohe Verschlusszeit“ aus.
Diese Funktion könnt ihr zum Beispiel nutzen, um ein sich schnell bewegendes Objekt wie einen Wasserfall, einen Brunnen oder eine Rolltreppe aufzunehmen. Dadurch wirkt die Bewegung unscharf und verschwommen.
Ihr könnt diesen Trick auch an belebten Orten wie einem Kreisverkehr oder einem Platz anwenden, um störende Personen und Autos „verschwimmen“ zu lassen. Durch die Mischung aus einem statischen Element und der Bewegung im Hintergrund entsteht ein stilvoller Effekt.
Bedenkt jedoch, dass die Bildqualität beim Einschalten der Langzeitbelichtung abnimmt. Trotzdem könnt ihr das Bild in euer CEWE FOTOBUCH einfügen oder ganz klassisch als [Fotoabzug][cp-photos:prints:pip] entwickeln lassen. Nur für ein großes Wandbild wird die Qualität vermutlich nicht mehr ausreichen.
Gerade in Städten kann es manchmal eng sein, sodass man beim Fotografieren nicht immer einen Schritt zurücktreten kann. Deshalb ist es großartig, dass man mithilfe des Panoramamodus alles in einem Foto unterbringen kann. Diese Funktion könnt ihr übrigens nicht nur für Landschaftsfotos verwenden. Nutzt den Modus auch bei Wolkenkratzern oder Kirchtürmen: einfach Smartphone drehen und vertikal nach oben bewegen.
Die Porträtfunktion ist nicht unbedingt nur für klassische Porträts gedacht: Jedes Element rückt in den Fokus, wenn ihr in den Porträtmodus wechselt. Schon gewusst? Das funktioniert bei den meisten Handys sowohl mit der Rück- als auch der Frontkamera. Im Nachgang kann in den Einstellungen angepasst werden, wie scharf oder verschwommen der Hintergrund sein soll.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren meiner Tipps!
Eure Anne Marthe Widvey
So besonders, so faszinierend
Euer CEWE FOTOBUCH voller Glücksmomente
